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Abschlussbericht zum Rockprojekt ´02

des Kulturraumes Mittelsachsen - Geplant waren die Aktivitäten ab Jahresanfang. In Munzig wurde auch der erste Workshop mit Bands durchgeführt. Im Februar sollte dann eine Konzertreihe mit mehreren Bands, darunter die Band – Amen – aus München beginnen . Ein Leisniger Sozialerbeiter hatte die Kontakte hergestellt. Kurz vor Werbebeginn hat der MJV im Internet recherchiert und festegestellt, dass die Band zur umstrittenen Freikirche Gospel Life Center aus der USA gehört. Trotz der fortgeschrittenen Planungen hat sich der Vorstand entschieden, die Konzerte abzublasen. Kein guter Beginn also für das Rockprojekt. Nach Workshops im April begann nun im Mai die Konzertaktivitäten. Mit der Band The Pact aus NL war auch ein guter Einstieg gefunden. Im Brauhaus begeisterten zwei niederländische Bands das Publikum. Im Jugendhaus kamen dann die Szeneklänge der jüngeren Generation zu Gehör. In Vorbereitung der großen Konzerte im Park Leuben, im Rohtabak Döbeln und zum Tag der Sachsen wurden die Bands nun angehalten, ihre Fertigkeiten weiterzuentwickeln und auch Demo Versionen ihrer Songs zu erarbeiten. Für die Workshops im Bereich der Studioarbeit und Technikbeherrschung wurde Dirk Näther, Sven Pannuschke , Klaus Handschack und das Studio Erzschlag in Aue gewonnen. Erzschlag haben wir über das Internet kennengelernt und nach einer Besichtigung und des Konzeptes der Workshops als gut empfunden. Die Studioarbeit führte eindeutig zu einer Qualitätsverbesserung der Auftritte und der Songs. Blumpfau Schlagzeuger bestätigte die als Beispiel für die Meinung aller. – Ich habe erstmals in meinem Leben richtig auf den Punkt Schlagzeug gespielt. Jetzt habe ich den Sinn von Takt und Rhythmusvorgaben begriffen. - Gitarristen spielten sich unter Aufsicht die Finger wund und können jetzt auf der Bühne endlich ihre Riffs durchgehend richtig und exakt spielen. Die Berufsmusiker und Studioleiter machten den Bands auch Probenabläufe bewusst. Mit diesem Bereich des Rockprojektes hat der MJV wesentlich zur Qualitätssteigerung der Döbelner Bands beigetragen. Die nachfolgenden CD Produktionen untermauern dies. Beim Konzert – Rock im Park Leuben – hatte uns nun schon die Flut erreicht. Konzerte in Rosswein, Munzig und Döbeln mussten umgeplant werden. In Leuben organisierten die Bands mit dem MJV die Technik, die Werbung, den Bühnenaufbau und das Konzerterlebnis. über 400 Zuschauer dankten es mit ihrem Kommen. Die gesamte Bandbreite der Rockmusik in Mittelsachsen kam zum Ausdruck. Ohne die Förderung wäre aber solch ein Event nicht durchführbar, denn die Sachkosten lagen über den Einnahmen ( 4,00 EUR pro Person). Die weiteren Konzerte fanden nun hauptsächlich im Rohtabak statt. Am 30.08.02 gab es noch zwei tolle Benefizkonzerte auf dem Schloss Nossen und auf dem ökohof Auterwitz. Die Bands verzichteten hier auf ihre Gage. Hier leisteten die Techniker auch gute Arbeit, denn zwei Konzerte an einem Tag ist nicht einfach zu bewerkstelligen. Im Rohtabak präsentierten sich dann noch einmal dieRockbands, die im Kulturraum Mittelsachsen Rang und Namen haben. Die Konzerte hatten ein hohes Niveau. Leider gab es dann im vorletzten Konzert ein paar Fehlplanungen, denn in der Innenstadt hatte kurzfristig der Verein – Döbeln geht nicht unter – ein Oktoberfest ohne Eintritt organisiert. Da blieb uns nur das Nachsehen. Das letzte Konzert fand am 26.10.02 statt. Blumpfau und Blue Sin brachten vor reichlich 200 Zuschauern das Rockprojekt zum Abschluss. Die Förderung in diesem Jahr hat dazu beigetragen, dass sich die Rockmusikszene im Großraum Döbeln weiter festigen konnte und die Bands einen Schritt nach vorn gemacht haben. Durch die Workshops konnten sich die Techniker weiter profilieren, die Werbung wurde besser gestaltet und rechtliche Grundlagen konnten erweitert werden. Der MJV hat mit seinen Musikanlagen wesentlich zum Gelingen beigetragen. Martin Schmidt, Jürgen Mummert, Mirko Gaumnitz, Tino Wolf, Roland Taffel und andere leisteten eine engagierte Arbeit im Bereich der Musiktechnik. Diese Positionen sind in der Finanzabrechnung mit eingearbeitet und stellen einen wesentlichen Eigenanteil dar. Die Kosten richteten sich nach den Vorgaben des MJV bei der Vermietung der Technik. Vielfach verzichteten die obengenannten Personen auf die Aufwandsentschädigung. Der Abrechnung lege ich auch drei CDs bei, die die gewachsene Leistungsstärke der Bands dokumentieren. Der MJV und die Musiker würden es begrüßen, wenn im nächsten Jahre eine ähnliche Förderung möglich wäre. R. Taffel

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