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Bericht über Fahrt nach Breda

Die Band Bloody Mary, Mirko von Textplosiv und Vorstandsmitglied Roland nahmen an der Fahrt teil. Anlass war die Einweihung des Jugendzentrums Pop- Corner im Stadion des Erstligisten NAC Breda. Die Stiftung Vertizontaal und die Stadt Breda unterhalten im Stadion des Erstligisten diese und zwei weitere Jugendeinrichtungen. Im Pop Corner wird hauptsächlich Musik angeboten und gemacht, beim Teamplayer werden nicht vermittelbare Jugendliche für den Cateringbereich des Stadions ausgebildet und im dritten Jugendbereich wird ein Fanprojekt verwirklicht. Für die 4 Räume des Pop Corners macht Vertizontaal im Jahr 5000,00 EUR locker, damit Miete und Nebenkosten bezahlt werden können. Die Bands bezahlen pro Woche ca 20,00 EUR, das schließt die Nutzung der Proberäume und Instrumente für jeweils zwei Proben je 2-3 Stunden ein.

Im nächsten Jahr kann man auch das Studio optimal nutzten. Zurzeit ist die Aufnahmetechnik nur für Demoaufnahmen geeignet. Im Pop Corner üben in der Woche 5 bis 7 Bands. Sie erhalten durch Teamer und erfahrene Musiker entsprechende Anleitung. Dazu kommen noch die Trommelgruppen der Jugendlichen aus Indonesien und Surinam. In einem Aufenthaltsraum mit Sesselecken und Cateringbereich treffen sich die Musiker und Jugendlichen. Bei großen sportlichen Ereignissen können die Räume durch den Fußballclub mit genutzt werden. Eine interessante Idee für Jugendarbeit. Die großen Parkflächen am Stadion nutzen sehr intensiv die Scater und Mofafahrer. Hier stören sie niemand und sie können ihrem Hobby frönen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie kreativ Niederländer bei der Bewältigung der gesellschaftlichen Probleme sind. Meistens reduziert man die Niederlande auf den freien Verkauf von weichen Drogen. Dass da viel mehr zu lernen ist, sollte man nicht glauben.

Das Trinken von Bier auf der Straße ist generell verboten und wird mit 40,00 EUR Ordnungsgeld bestraft. Man sieht dort keinen Schüler, der nach getaner Arbeit, mit alkoholischen Getränken durch die Stadt zieht, wie so oft bei uns hier beobachtet. Bei einem großen Festival im Stadtpark der südniederländischen Stadt konnten wir uns auch von der musikalischen Toleranz der zahlreichen Fans überzeugen. Auf 4 Bühnen wurden die verschiedensten Musikrichtungen geboten. Die Zuhörer verkrafteten den schweren Schnitt zwischen hartem Techno und der anschließenden Grungerockband. Alle Altersklassen waren vertreten. Anschließend spielten die DJs und Bands in der Innenstadt weiter. In einem der reichlich 25 Clubs, Cafes und Diskos spielte dann auch unsere Band Bloody Mary. Im Pub De First spielte die junge Band vor voller Hütte. Kaum zu glauben bei dem großen Angebot von Musikkultur. Die Band überzeugte mit ihren Coversongs aus dem Hardrock. Manchmal wünschte man sich die musikalische Toleranz und Lockerheit in unseren Clubs. Für die Hin und Rückfahrt nutzen wir erstmals die neue Autobahn A 38. Eine kleine Erleichterung bei der langen Strecke.

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