Aktuelles

Jugendbegegnung NL-D

Man steht kurz vor dem historischen Ereignis, dass zwei Jugendorganisationen seit zwanzig Jahren zusammenarbeiten. Das PopCorner Breda (früher Vertizontaal), unter Leitung von Kees Schipper, und der MJV, unter Leitung des Vorstandsmitgliedes Roland Taffel, treffen sich regelmäßig im Jahr zum gemeinsamen Musizieren, Land und Leute Kennenlernen und um Globalisierung erlebbar zu machen. Beide Jugendorganisationen trennen zirka 700 km. Trotzdem schafft man es, sich mindestens zweimal im Jahr zu treffen. Der Reiz der Zusammenarbeit besteht sicherlich auch darin, dass Breda schon zu den Großstädten zählt und der MJV im ländlichen Bereich aktiv ist.

Obwohl die Kassen in Sachen Jugendarbeit in den Niederlanden nicht mehr so gut gefüllt sind, gibt es viele Möglichkeiten für die Jugendlichen. Das PopCorner ist ein Beispiel dafür. Regelmäßig können Bands hier proben, erhalten Anleitung fürs Musizieren und können ihre Titel aufnehmen. Die Eigenanteile für die Bands und Künstler sind nicht billig, erziehen aber zur regelmäßigen Arbeit, Einhaltung von Strukturen sowie zum Erhalt der Instrumente und Geräte. Jugendliche unter achtzehn Jahren dürfen kaum ohne Anleitung proben. Man erlebet kaum, dass Instrumente und Verstärker defekt sind.

Was fasziniert die Niederländer an einem Besuch in Sachsen? Im Interview meinten sie, dass die Weite unseres Landes, die Berge sowie die Freundlichkeit der Sachsen faszinierend sind. Und natürlich das leckere Bier.

Der MJV war mit Jugendlichen aus den Kreisen Mittelsachsen und Meißen vom 17. bis 23. Oktober 2010 fünf Tage vor Ort. Mit dabei waren die Bands „Blended Persons“ und „CoffeeShop“. Am Freitag gaben beide, mit drei weiteren niederländischen Bands ein Konzert im Domizil vom Fanclub des örtlichen Fußballvereins NAC (1. Liga in den Niederlanden).

Die Jugendlichen machten Ausflüge nach Zeeland, Antwerpen sowie zu einer Veranstaltung des Feuerehrvereins bei Etten-Leur durch. Keine Disko, sondern Livemusik bestimmte die Atmosphäre im Gemeinschaftshaus. Bürger der ehemaligen DDR kennen so etwas noch unter dem Begriff „Kulturhaus“. Der Feuerwehrverein hatte die Veranstaltung gemeinsam mit einem Fotostudio organisiert. Unsere Freunde der Band „Kims Funky Coorporatioin“ (KFC) spielten dort mit, deshalb war es uns einen Abstecher wert. Bei uns hört man dann meistens Cora aus den Boxen schallen, hier gab es für die Bevölkerung eines kleinen Ortes Livemusik verschiedenster Stilrichtungen.

Während der Begegnung gab es etliche Gespräche zur Planung des zwanzigjährigen Jubiläums  Partnerschaft Niederlande-Sachsen im Jahr 2012. Für die Niederländer wird es ein Problem, die fünfzig Jugendlichen gemeinsam unterzubringen. In Deutschland sind die Kapazitäten dafür größer. Im August soll es die erste Begegnung in Breda geben, im Oktober dann in Sachsen. Die Jugendlichen freuen sich schon darauf.

Zurück