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Bericht zur Niederlande-Fahrt im Oktober

Herbstzeit ist für den MJV Hollandzeit, dies nun schon seit einigen Jahren. Die Herbstferien bieten sich hierfür an. Mit 14 Vereinsmitgliedern und Musikern fuhr man ins Land der ersten Demokratie der Welt. Das erste Parlament der Welt wurde zuerst in NL gebildet. Dass die Niederländer wirtschaftlich und politisch immer in Bewegung sind, zeigte auch diese Reise. Ab Venlo beginnend sieht man ein Unternehmen an dem anderen. Bei unseren ersten Fahrten ins Tulpenland waren diese nicht so sichtbar.

In Eindhoven muss leider das wenige Grünland einer größeren Autobahnmagistrale weichen, weil man sonst den Verkehr nach Amsterdam, Antwerpen und Rotterdam nicht mehr bewältigt. Zeit zum Schauen hat man genügend, denn die 120 km/h Vorgabe auf den Autobahnen lässt dies zu. Nur mit dieser Geschwindigkeitsbegrenzung bekommt man die Massen an Fahrzeugen in Griff. Schöner Nebeneffekt, wir haben keinen einzigen Unfall gesehen. In Breda waren wir wieder in einem großen Einfamilienhaus untergebracht. Seit 2002 sind wir hier gern gesehene Gäste.

Im Jugendzentrum Pop Corner (Breda) trafen wir mit den niederländischen Jugendlichen und Musikern zusammen. Da wir nicht mit einer kompletten Band angereist waren, erarbeitete man unter Federführung von Christoph Heimann und Ralph Kremer einige Titel.

Am Dienstag spielten dann mehrere Bands aus NL und wir im Fanclub des Fußballvereins NAC Breda. Die Mannschaft spielt in der ersten Liga in NL und hat die Vreinsfarben schwarz gelb. Man fühlte sich da doppelt heimisch.

Eine große Rotterdam- und Zeelanfahrt führten wir am Montag durch. Der größte Hafen Europas ist schon beeindruckend. In Rotterdam wird bekanntlich der Preis für Öl und Benzin gemacht. Alle großen Mineralölgesellschaften haben im Hafenbereich ihrer großen Raffinerien. Dass die Niederländer schon im Mittelalter technische Errungenschaften für das Abpumpen von zu viel Wasser nutzten zeigten uns die Mühlen in Kinderdjiek. Hier hatten die Mühlen eine Doppelfunktion. Neben der Mehlproduktion stand das Abpumpen des Wassers im Vordergrund. Auf Zeeland besichtigten wir dieses Mal die Hafenstadt Veere.

Am Montag hatten wir genügend Zeit für die andere große Hafenstadt in der Region, Antwerpen in Belgien. Waren die sächsischen Jugendlichen schon vom hohen Ausländeranteil in Breda beeindruckt, dann gab es in Antwerpen wieder eine weitere Ansicht.. Antwerpen ist einfach international, rustikal und locker. Das Leben pulsierte an allen Ecken und Enden. 1995 waren wir während einer Segeltour schon einmal zwei Tage in Antwerpen. Es hat sich viel verändert. Vor allem der rekonstruierte Bahnhof ist für Nostalgiefans eine Augenweide. Was Rotterdam seine Ölbörse ist Antwerpen seine Diamentenbörse. Unzählige Geschäfte reihen sich in der Nähe des Bahnhofs aneinander.

Mit solchen Fahrten leistet der MJV einen wichtigen Beitrag, andere Länder und Leute außerhalb der Touristenpfade kennen zu lernen., Die meisten Jugendlichen reduzieren NL leider immer auf die Freigabe von wenigen Gramm Cannabis oder die berühmten Holzschuhe.

Niederlande und Belgien zeigen auch, dass Internationalität in einer globalisierten Welt wichtig ist und dass farbige Mitbürger einfach dazu gehören.

 

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