Archiv

Archiv 2004

von Robert Pfeifer

Rockladen 4 Release-Party

Am Sonnabend, dem 04.12. führte der MJV im JH Rosswein ein Konzert zur Präsentation der CD Rockladen 4 durch. Drei Bands, die auf dem Sampler vertreten sind, und die Schülerband Hartkeks präsentierten sich 100 Vereinsmitgliedern und Gästen.
Den Anfang machte Hartkeks aus Nossen, die im Vorfeld ausgiebig geprobt hatten.
In ihrem 30 min Programm stellten sie ihre Eigenkompositionen vor, wobei ihre ersten Stücke immer noch die besten sind. Mach Liebe mit mir ist und bleibt ihr Titelsong. Janny Fuchs legte bei ihrem 4. Auftritt mit neuer Band - Frau Fuchs und die Herren Elstern - mächtig los und zeigte allen im Saal, was handgemachte Rockmusik ist.
Die Band spielte aus einem Guss. Manche Textpassagen würden manchmal eine sanftere Begleitung vertragen, denn die Frau hat etwas zu sagen. Slush aus Rosswein nutze ausgiebig ihren Heimvorteil und mobilisierte trotz Weihnachtsfeiern und Diskos im Umfeld den harten Kern der Fans. Bummel kämpft um seine Fans und machte damit das schwache Zusammenspiel zwischen E Gitarristen und Keyboarder mehr als weg.
Hier vergibt sich die Band Potential. Bei ihren Auftritten in NL klang alles etwas kompakter.
Den Abschluss machte die Band Pulmonary Noise aus Großenhain, die mit gradlinigen Gitarrenrock und deutschen Texten bewies, dass der Rockn Roll lebt und das dies keine Diskotrip ersetzen kann.
Tanzbar war die Musik allemal. Bedauerlich ist nur, dass die Band Hartkeks und andere im Probenhaus Nossen auf der Waldheimer Straße nicht weiter üben können. Dem großen Nachbarn, der Schindele Schule, waren die jungen Leute und der Verein ein Dorn im Auge.

Für den MJV ergeben sich daraus große finanzielle Verluste, denn alle Investitionen waren für die Katz. Viele Musiker wurden durch die barsche Art des Verantwortlichen verschreckt.
Dadurch fehlten natürlich auch Einnahmen durch Beiträge.
Der Verein hofft, dass durch Privatinitiativen und eine Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund kurzfristig Lösungen für die Musiksozialarbeit geschaffen werden können.
Indirekt wird damit ein Artikel der SZ zur Jugendarbeit in Nossen bestätigt.
Der MJV bedankt sich noch einmal bei Bürgermeister Herrn Haubner und anderen, die besten Willens waren, das Projekt zum Erfolg zu führen.

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von Robert Pfeifer

Ein Wochenende voller Eindrücke

Der MJV folgte der Einladung der Stiftung Vertizontaal in Breda und fuhr am Wochenende vom 12.-14.11.2004 mit 2 Kleinbussen und 2 Privatautos ins niederländische Zundert. Mit dabei war die Döbelner HipHop/Crossover -Band Textplosiv und Slush aus Roßwein. Erstere waren bereits 2003 in Breda und hatten dort auch einen Auftritt. Für Slush und einige andere Jugendliche war die Jugendbegegnung die erste dieser Art. Angekommen in Zundert, warteten bereits unsere alten Freunde Kees Schipper und Jan de Brujin (beide Musiker und Sozialarbeiter) im Hotel „De Roskam“ auf uns. Dort waren wir untergebracht und dort fand auch gleich am Freitagabend ein Konzert mit unseren 2 Bands und niederländischen Nachwuchsbands statt. Jasinthe und KeesNachdem alle (staubedingt) eingetroffen waren und die Betten bezogen hatten, begann bereits das sehr gut besuchte Konzert, und es war für alle klar, das dieses Wochenende im Zeichen der Musik stand. Kees und Jan hatten einige Bands aufgestellt, für die meisten war es der erste Auftritt und man merkte die große Anspannung. Auf der Bühne konnten aber alle überzeugen, auch unsere beiden Bands, die eine tolle Live-Show boten. Am nächsten Morgen wurde gemeinsam gefrühstückt und später Mittag gegessen. Unterschiedliche Essgewohnheiten der beiden Länder waren hier Diskussionsstoff und man merkte, wie die Jugendlichen dabei anfingen ihren multikulturellen Horizont zu erweitern. Dieses immer noch wichtigste Ziel einer Jugendbegegnung war in der Vorbereitung zwischen den Betreuern diskutiert wurden. Aber schon der erste Kontakt zwischen den Jugendlichen zeigte den Betreuern den Erfolg solch eines Unternehmens und unterstrich die Wichtigkeit, an einer solchen Jugendbegegnung in den kommenden Jahren festzuhalten. Nach dieser regen Diskussion beim Mittag, fuhr man am Nachmittag in die historische niederländische Stadt Utrecht. Nach einigen Problemen mit Autobahnabfahrten und Einbahnstraßen, war man endlich am Ziel: der Club Cees Place mitten an der Oudegracht, einer der belebtesten Straßen in der Utrechter Altstadt. Henk Arts, Musiker und Dozent an diversen Hochschulen und Musikschulen, unter anderem auch in Utrecht, empfing uns und machte im Anschluss gleich noch eine Stadtführung. Dazu gehörte auch die Musikschule, in der er arbeitete. Die Jugendlichen waren sehr beeindruckt, als sie die Bedingungen sahen, unter beim Frühstückendenen dort Musikunterricht möglich ist. Riesige übungs- und Schulungszimmer nur für Schlagzeug, Gitarre, Bass usw. Nach diesen Eindrücken ging es zurück in den Club, wo uns bereits Cees van Leeuwen, der Betreiber des Clubs empfing und uns etwas über die Geschichte des Clubs und die legendäre „Blues Route“ in Utrecht erzählte, die er damals mit organisierte. Jeder Jugendlicher bekam außerdem einen CD-Sampler dieses Festivals geschenkt. Danach begann der Soundcheck mit unseren beiden und einigen niederländischen Bands. Die Live-Auftritte der Bands spiegelten deren Freude an dieser Gemeinschaft wieder, man merkte den Jugendlichen ihren Spaß an.Am Sonntag wurde noch gemeinsam gefrühstückt, dann begannen die ersten aufzubrechen. Die Betreuer trafen sich früh noch mal mit Kees Schipper in dessen Landhaus und einigten sich auf eine weitere Jugendbegegnung im nächsten Jahr, die dann auch mindestens eine Woche gehen soll. Zum Schluss bedankte man sich für ein erlebnisreiches, leider viel zu schnell vergangenes Wochenende, was aber bei den Jugendlichen trotzdem zu einem bleibenden Erlebnis in ihrem Leben geworden ist.

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von Robert Pfeifer

Abschlusskonzert des Musikworkshops

Ca. 90 min dauerte das Programm. Es war eine Art öffentlicher Bühnenprobe, denn es ist schon ein Unterschied, ob man im Proberaum arbeitet oder auf einer Bühne. Das Herzflattern ist bestimmt größer. Viele Freunde und Eltern waren gekommen. Nun gilt es die Gruppen weiter zu festigen und ihnen Hilfestellungen bei der weiteren Arbeit zu geben. Leider ist auch eine Veranstaltungsstätte für eine Region zu wenig. Neben dem JH Roßwein sollte man in Nossen, Hainichen und Freiberg weitere Spielstätten haben und nicht nur die für Szenerockmusik. Allen hat der Workshop Spass gemacht. Die Musikergemeinschaft ist weiter gewachsen. Vor allem geht das Konzept des MJV auf, dass Profis und junge Musiker gemeinsam die Teilnehmerinnen anleiten.

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von Robert Pfeifer

Großveranstaltung oder große Veranstaltung?

Die Bilanz des 6. Rock im Park Leuben - Mit so einer Resonanz hatte die Veranstalter wohl dieses Jahr nicht gerechnet! Begeisterung von allen Seiten. Vielleicht liegt es daran, dass man vorher wegen des Wetters sehr nüchtern mit Besucherzahlen gerechnet hat. Wie dem auch sei, der Besucherrekord vom letzten mal wurde wieder erreicht. Was die Stimmung anging wurde dieses Jahr dagegen wieder ein neuer Zenit überschritten. Woran mag das liegen? Als man vor 6 Jahren entschied, ein Konzert mit Rockbands auf der bis dahin nur für Volksfeste genutzten Parkbühne in Leuben zu organisieren, konnte die Bühne (zum ersten mal überdacht)keiner erahnen was das mal für Ausmaße annehmen würde. Bereits nach 3 Jahren (2001) viel das Wort einer Kultveranstaltung und die Besucherzahlen stiegen von Jahr zu Jahr. Immer mehr Jugendliche wurden durch aktive Jugendarbeit mit Hilfe der beteiligten Vereine wie dem Offenen Haus Lommatzsch und dem Mittelsächsischen Jugendverein in die Organisation und die Durchführung der Veranstaltung integriert. Die Medien entdeckten nach und nach den gemeinnützigen Zweck und schrieben dankend Berichte und Ankündigungen. Bands müssen nicht mal mehr gesucht werden, sondern bewerben sich immer zahlreicher und wollen unbedingt an dieser Atmosphäre teilhaben. Abtanzen in LeubenDieses Jahr viel zum ersten mal das Wort Großveranstaltung und Kommerzialisierung. Viele der Besucher schätzen die friedliche und unkonventionelle Atmosphäre in Leuben und wollen,dass dies natürlich so bleibt. Die Veranstalter unterstützen diesen Nuke Eastern PlotWunsch. Wie man beim jährlich stattfindenden Sommernachtsball sieht, verkraftet die Anlage locker Besucherzahlen knapp im 4stelligen Bereich. Obwohl man sich sicher gern über mehr Gäste freuen würde, soll das ganze auch überschaubar bleiben. Punkte wie Sicherheit oder sanitäre Einrichtungen müssten dann einen viel höheren Stellenwert bekommen. Dieses Jahr zeigten die Veranstalter, wie eine perfekte Organisation auszusehen hat. Ohne Zwischenfälle, reibungsloser Programmablauf auf der Bühne, die kostenlose Bereitstellung der Zeltplätze usw. Als pünktlich 18:00 Uhr die Riesaer Nachwuchsband „Splenders“ die Bühne betraten, waren die Ränge noch spärlich besetzt, was sich im Laufe deren Auftrittes aber ändern sollte. Ihre leichte Rockmusik mit dem perfekten mehrstimmigen Gesang machte den Besuchern Lust auf mehr. Danach stand „Taylor´s Talk“ allein mit seiner Akustikgitarre für 45min auf der Bühne. Noch nie vorher gab es beim Rock im Park Leuben einen Solokünstler. Sein Auftritt passte aber gut ins The RoostersKonzept, die Sonne zeigte sich, und zauberte endlich die richtige Festival-Atmosphäre auf das Gelände. Die Lommatzscher „Result of Differences“ boten dann wieder Cover-Versionen bekannter Titel meist aus dem PopRock Bereich. Beim Auftritt der Leipziger Nu-Mettler „Nuke Eastern Plot“ fing es wieder leicht an zu regnen. Frontmann Max lies es sich nicht nehmen, sich ernsthaft bei Petrus zu beschweren und ihm die Gesamtsituation mitzuteilen. Die Fans stimmten mit ein! In dem Moment war es dann wohl geschehen. Jetzt war Rock´n´Roll angesagt. Kurze Regenschauer waren den Leuten ab sofort egal. Sie waren hier um zu feiern, zu tanzen und laute Musik zu hören! Bei „The Roosters“ drohte der Platz vor der Bühne zum Tanzen schon nicht mehr auszureichen. Die Stimmung war jetzt am Kochen. Doch die Hauptband kam ja noch. Als Mutabor aus Berlin gegen 23:30 Uhr die Bühne betraten, gab es kein halten mehr. Nach ganzen 2 ½h und mehreren Zugaben war ein großartiges Konzert und eine große Veranstaltung zu Ende.

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von Robert Pfeifer

Rockladen 4

Die CD ist seit 01.09.04 beim Musikhaus Dassler in Choren, bei den Geschäftsstellen der Sparkasse Döbeln, in der Mittelschule Hartha, bei der Sächsischen Landjugend, bei Firma Polster Roßwein, in den Geschäftsstellen des Döbelner Anzeigers und per Internet zu erhalten. Für alle Bands gilt immer noch: Krach machen lohnt sich! Am Mittwoch, dem 07.04.04 fand im Jugendhaus Roßwein der Hörabend zur CD statt. 24 Bands hatten sich für die CD beworben. An der Auswertung beteiligten sich 25 mini_hrabendpresse.jpgMusikinteressierte (Jugendliche der MS Großbauchlitz, Musiker, unser Sponsor die Sparkasse Döbeln, Redakteure der Zeitschrift Spiesser, des Döbelner Anzeigers und der Döbelner Allgemeinen, die Tontechniker von Schalldruck aus Hartha und die Band teXtPloSiV). Zwei Roßweiner Bands stellten ihr Titel live vor, dies brachte auch etwas Abwechslung ins Geschehen. 3 Stunden wurden für die Beurteilung der Aufnahmen genutzt. Jeder vorgeschlagene Titel konnte vollständig gehört werden. Das Jugendhaus hatte uns den Konzertraum zur Verfügung gestellt. Astrid beteiligte sich mit an der Bewertung. mini_hrabendandre.jpgDie Würfel sind gefallen ! Nach einer gründlichen Auswertung durch die Wirtschaftsschüler und den anschließenden Rücksprachen mit den betreffenden Bands, wurde die Produktion der CD in Angriff genommen. Die Schüler und Projektleiter Jürgen Mummert sammelten alle wichtigen Fakten ( Song oder CD der Band, Fotos, Daten zu den Titeln und das Bandporträt ). Nicht immer war alles vorhanden. Die erfahrenen Musiker konnten vielfach sehr schnell reagieren. In einem Viertageritt mini_hrabendspiesser1.jpgmasterte Jürgen die Titel vor, legte eine grobe Songliste fest und entwarf das Grundgerüst des Booklets. Mitglieder des MJV und Isabella vom Spiesser gaben Hinweise. Im Studio Erzschlag in Aue wurde der Feinschliff durch Ralph durchgeführt. Demnächst werden wir die CD in den Händen halten. Am Mittwoch, dem 01.09.04 wird die CD Rockladen 4 bei der kreissparkasse Döbeln einem breiten Publikum und der Presse vorgestellt. Am Freitag, dem 03.09.04, gibt es das erste Konzert am Gymnasium mit Bands dieses Samplers.

Hier nun die Titelreihenfolge:
Blossom - Against the flow 3.07min
The Garagers - My Friend 3.30
Boing - Vegetables 5.07
Auch - Fasziniert 4.02
Frau Fuchs und die Herren Elstern - Hinter den Straßen 4.16
Pulmonary Noise - Massenbewegung 3.17
Slush - Mein Freund 2.53
Stur & Bockig - Märchenland 4.37
Silent Poem - Ohne Luft 4.04
Clints - Perfect 4.08
Brain(FAQ) - Schachtel 3.55
The Incoming - night wedding 3.57
Toneshaped - god`s thumb 3.59
No distance - 76 minutes per hour 4.25
Universal mind - City universe 4.41
Blumpfau - Winterday 6.14

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