Archiv

Archiv 2007

von Robert Pfeifer

Jugendfahrt nach Breda in NL

Interessanter Aufenthalt für Jugendliche in NL Vom 17. -22.10. weilten 15 Jugendliche und MJV Mitglieder in Breda in der Provinz Brabant. Untergebracht waren die Teilnehmer bei Irina und Jan, die ihr Einfamilienhaus für die Gäste zur Verfügung stellten, denn Jugendherbergen und Campingplätze sind teurer als in Deutschland. Gemeinsam mit jungen Musikern aus NL und der Stiftung Vertizontal wurden im Stadiongebäude von NAC, einer Mannschaft aus der 1. Liga der Niederlande, geprobt Ein Novum für unsere Jugendliche, die erstaunt waren, dass im Stadiongebäude 3 Jugendorganisationen mehrere Jugendräume besitzen. Für die Stiftung Vertizontaal sind die Räume nicht ganz billig.


Man hat hier aber kein ärger mit Anwohnern und in drei Räumen kann intensiv geprobt werden. Auf dem Stadionvorplatz sah man noch unzählige Skater. Angelo, der niederländische Jugendarbeiter, der mit seiner Familie vor Jahren von den Antillen gekommen war, betreute dsc02084unsere Truppe musikalisch und organisatorisch. Die jungen Musiker aus Mittelsachsen waren zum großen Teil das erste Mal in NL und nahmen alle Eindrücke intensiv auf. Dazu gehörten die optimal eingerichteten Proberäume, die Musikalität der niederländischen Musiker, die saubere Stadt ohne Bürger, die mit Flaschen an Brunnen oder an Supermärkten sitzen, das dsc02131Gebiet Zeeland mit den Deltawerken und den kleinen Hafenstädten und natürlich die Gastfreundschaft.

Höhepunkt war der Auftritt in der Musikkneipe Blue Note am Sonnabend. Neben drei niederländischen Gruppen standen also Rolling Hedgogh und Mamillaria auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Es waren nur Jugendbands am Start. Die jungen Sachsen meisterten die Herausforderungen in fremder Umgebung in die Saiten zu greifen. Eric Tenzler aus Niederstriegis konnte am Abend vorher bei der Blues Route in Goes Kees Schipper live erleben. Im Blue Note stand Kees dann schon wieder an den Reglern und mischte die 5 Bands ab. Die Jugendlichen bedankten sich mit dem Workshoptitel 14 Jahre Brabant Rock – 14 Jahre Sachsen Rock (seit 14 Jahren gibt es die Zusammenarbeit auf musikalischen Gebiet), den die Sänger/innen Katta und Angelo Leben einhauchten.
Vorstand MJVInteressanter Aufenthalt für Jugendliche in NL Vom 17. -22.10. weilten 15 Jugendliche und MJV Mitglieder in Breda in der Provinz Brabant. Untergebracht waren die Teilnehmer bei Irina und Jan, die ihr Einfamilienhaus für die Gäste zur Verfügung stellten, denn Jugendherbergen und Campingplätze sind teurer als in Deutschland. Gemeinsam mit jungen Musikern aus NL und der Stiftung Vertizontal wurden im Stadiongebäude von NAC, einer Mannschaft aus der 1. Liga der Niederlande, geprobt Ein Novum für unsere Jugendliche, die erstaunt waren, dass im Stadiongebäude 3 Jugendorganisationen mehrere Jugendräume besitzen. Für die Stiftung Vertizontaal sind die Räume nicht ganz billig.


Man hat hier aber kein ärger mit Anwohnern und in drei Räumen kann intensiv geprobt werden. Auf dem Stadionvorplatz sah man noch unzählige Skater. Angelo, der niederländische Jugendarbeiter, der mit seiner Familie vor Jahren von den Antillen gekommen war, betreute unsere Truppe musikalisch und organisatorisch. Die jungen Musiker aus Mittelsachsen waren zum großen Teil das erste Mal in NL und nahmen alle Eindrücke intensiv auf. Dazu gehörten die optimal eingerichteten Proberäume, die Musikalität der niederländischen Musiker, die saubere Stadt ohne Bürger, die mit Flaschen an Brunnen oder an Supermärkten sitzen, das Gebiet Zeeland mit den Deltawerken und den kleinen Hafenstädten und natürlich die Gastfreundschaft.

Höhepunkt war der Auftritt in der Musikkneipe Blue Note am Sonnabend. Neben drei niederländischen Gruppen standen also Rolling Hedgogh und Mamillaria auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Es waren nur Jugendbands am Start. Die jungen Sachsen meisterten die Herausforderungen in fremder Umgebung in die Saiten zu greifen. Eric Tenzler aus Niederstriegis konnte am Abend vorher bei der Blues Route in Goes Kees Schipper live erleben. Im Blue Note stand Kees dann schon wieder an den Reglern und mischte die 5 Bands ab. Die Jugendlichen bedankten sich mit dem Workshoptitel 14 Jahre Brabant Rock – 14 Jahre Sachsen Rock (seit 14 Jahren gibt es die Zusammenarbeit auf musikalischen Gebiet), den die Sänger/innen Katta und Angelo Leben einhauchten.
Vorstand MJV

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von Robert Pfeifer

Vielfalt in der Hafenstraße

Vieles sprach für ein Misslingen des Konzerts des MJV in der Hafenstraße Meißen am Sonnabend. Sommerliche Temperaturen, Neustadtfest in Dresden, viele andere Anbieter in Meißen, wie dem Burgfest und viele unbekannte Bands in einer Punkrock Hochburg. Das es so nicht schlimm kam, ist den zahlreichen Fans aus der Muldenregion und Meißen sowie vieler guter Musik zu verdanken. Oft wird der MJV als reiner Förderverein für junge Bands angesehen, was aber so nicht stimmt, denn der Rockladensampler zeigt, dass da Musiker am Wirken sind, die schon allerhand Erfahrung und Können in ihre Musik einbringen. Das bewiesen gleich am Anfang 2Minuten30, die zwar nicht glücklich über den Platz waren, aber gleich eine Hürde aufstellten, die es einmal zu überspringen galt.

Wie es scheint, hat Thomas Arnold jetzt Musiker gefunden, die seine Gefühle musikalisch gut umsetzen. Als Glücksgriff erweist sich Bassist Christian Hänsel, der erst seit einer Woche bei Thomas mitspielt. Die Verantwortlichen der Hafenstraße staunten nicht schlecht über ihr Programm. Die Scroundels aus Hainichen setzten den guten Einstieg des Konzerts fort. Da wurde ordentlich gerockt und die Fans zum Tanzen animiert. Von der Band ist sicher noch viel zu erwarten. Leider wurde die Messlatte von Rolling Hedgehog nicht gehalten. Catha zerrte an den Ketten, aber die beiden Gitarristen zogen nicht mit. Sie bevorzugten Standfußball. Die nächsten Auftritte in der Region warten, bestimmt geht es dann wieder zur Sache.

Das Dr. Böhm Quintett zeigt immer mehr, dass sie zu den besten Bands in Mittelsachsen gehören. Viele Musiker im Haus bescheinigten auch dieser Band beste Noten. Vor allem Phillip wird seiner Funktion als Frontmann immer mehr gerecht. Am Schlagzeug bewies Patrick viel Dynamik. Am Ende spielte der Gewinner des Lokalausscheids der Beatzentrale von Freiberg. Lord Green beherrschen ihr Handwerk, das merkt man schon beim Linecheck. Da wird zielstrebig gearbeitet. Die Musikfans können sich in Altzella auf diese Band freuen. Wenn man in einem fremden Haus ein Konzert organisiert, ist es manchmal mit Problemen verbunden. Diese wurde vermieden. Die Organisatoren Patrick Teich und Jens Flade hatten alles in Griff. Dank auch unserem Koch Thorsten (Benni), der alle satt machte. Wenn dann noch das Kasperletheater beim Soundcheck wegfällt (Es wollte natürlich keiner gewesen sein), ist man fast bei 100% angelangt

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von Robert Pfeifer

Chrisis Never Ends ?!?

Das konventionelle Konzert in der Krise? Am Freitag den 05.10 veranstalteten wir mal wieder ein Konzert im JH Rosswein. Wie für den MJV typisch waren von den Schüler/Jugendbands über die gestandeneren Bands bis zur Spitzenband alles dabei. Leider dankten uns dies uns wieder nur wenige, sensationelle 45 zahlende Gäste schafften es ins Jugendhaus. Wieder fehlten oder erschien nur im geringen Umfang geförderte Musiker und Bands, Schüler regionaler Schulen, Fans der Bands und Mitglieder anderer regionaler Kultur- und Jugendvereine. Die Running Order der Bands und der Beginn, wurde etwas verändert, da es beim Soundcheck kleinere Probleme mit dem Gesangsmikro gab. Dies ist jedoch nicht als Kritik zu sehen, sondern im Rahmen der Jugendarbeit verzeihbar.

Dank hier an Michael Illmer, Patrick Teich und Michael Müller vom Dr. Böhm Quintett für die Arbeit an der Technik sowie an André Gleibe der als Betreuer zur Seite stand. So begann nun Mikrokosmos 23 aus Meissen mit ihrem PostPunk den Abend. Ihre vor allem überregional gewonnene Erfahrung zeigte sich hier deutlich.

The friendliness is going happyIhre eingängige und ehrlich Musik, wäre beim Publikum sicher angekommen, hätte dieses in der Form existiert. Danach betraten die Bloodys (Bloody Mary) aus der Mittelschule Hartha, als Ersatz für Piuls, die Bühne. Sie zeigten, dass sie sich seit Altzella und Leuben weiterentwickelt haben, hatten jedoch an dem Abend etwas Pech mit ihrem Equipment. Fellriss an der Snare, sowie Saitenriss beim Gitarristen. Danach zeigten The Friendliness Is Going Happy ihr Können. Obwohl sie in der Form erst ca. 2 Jahre existieren, zeigten sie höchste Professionalität ... auch im Alkoholkonsum :-) Hier wird auf den Punkt gespielt ... das Zusammenspiel ist nahezu Perfekt. Sie selber zeigten sich erstaunt über die Location, die andren Bands sowie unserer Engagement in der Musikarbeit ... Wer sich diese Band entgehen lassen hat ist selber schuld !!!

OraVitaüber den Gig beim B&R-Festival in Altzella am 2. Mai 2008 wurden Vorabsprachen getroffen, aber ob sie noch einmal für diesen Preis in die Region kommen, ist fraglich! Den Abend beendete die christl. Band OraVita aus Nossen, mit Covern von Iggy Pop, Waiting for Steve, eigenen Kompositionen und Vertonungen von bibl. Texten. Dank für die Arbeit am 05.10 gilt weiter: dem Einlassteam (Kristin, Franziska und Toni), der Bar (Claudia und Beate) sowie Stanley und Roland.

Wieder stellt sich für uns die Frage wo die Besucher geblieben sind. Da man in der Jugendarbeit tätig ist, erwartet man nicht bei jedem Konzert Besucherrekorde, das ist uns klar und selbstverständlich. Mit der doppelten Anzahl der Besucher hatte man jedoch schon gerechnet und kalkuliert. Wieder ist zum Vorschein gekommen, dass bei den derzeitigen Nachwuchsbands das Engagement und die Verantwortung fehlt bzw. noch nicht ausgeprägt ist, sich selber um Fans und Besucher zu kümmern. Zudem ist uns auch bewusst geworden, dass eine echter regionaler Besuchermagnet bei den Jugendbands in der Region zur Zeit fehlt bzw. sich die, die das Zeug dazu hätten, in der Region überspielt haben und ihre Fans nicht mehr vollständig mobilisieren können.

Mein Besuch der Treibhaus Veranstaltung "Keep `em Dancing" (am Freitagabend) im Rohtabak Döbeln verstärkte unsere Meinung, dass Jugendliche zur Zeit nur Events besuchen, die groß aufgezogen oder etabliert sind. Das konventionelle Konzert an sich steckt, zumindest im ländl. und regionalen Raum, in einer tiefen Krise. Weil man eben zu den großen Festivals Rock am Ring oder auf das Highfield fährt und dann für echte regionale Veranstaltungen wie Rock im Park Leuben oder unsere kleinen Konzerten kein Geld oder keine Lust mehr hat. Die befreundeten Musiker Fabian und Philipp von Potrait of Tracy spielten gestern im Rohtabak gegen die Wand, weil sich die Sozialstrukturen und die Toleranz von den Bands, auch untereinander, und Besuchern offensichtlich verändert haben, man tanzte zur Reggae Disco im Nebenraum ... früher (ca. 2001 - 2004) ging man zu Konzerten musikal. entfernter aber dennoch befreundeter Bands, "weil sich das eben so gehört hat" ... heute ist das nicht mehr so, man geht zu (groß)- Events um Freunde zu Treffen, Spaß zu haben oder sein Lebensgefühl wie in der Hardcore- Szene zu teilen. Die (Live)musik an sich ist zu nichtigen Nebensache geworden ....

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von Robert Pfeifer

Rockladen 5 Release-Party

Vier Bands eröffneten am Sonnabend die Rockladen 5 Tour bei der Firma Liebe in Nossen. Leider konnte Pan Tau wegen eines Unfalls kurz vor dem Ziel nicht mit antreten. So bestritten das Dr. Böhm Quintett. Times Like Sunday, Jenix und Jamboree das Eröffnungskonzert. Times Like Sunday Sänger Felix Liebe hatte im Vorfeld die Maschinenhalle konzertfähig hergerichtet. Ein starkes MJV Team kümmerte sich um Technik, den Einlass, das Catering und den Präsentationsstand. So konnte das Dr. Böhm Quintett pünktlich 20.30 Uhr beginnen. Die Jungs um Drummer Patrick Teich werden immer besser. Die vielen übungsstunden im Vorfeld der CD Produktion zahlen sich aus. Davon konnten sich auch die beteiligten Rockladen Bands überzeugen, viele waren zur Release Party nach Nossen gekommen, u.a. Lord Green, 2Minuten30 und Textplosiv.


Der 2. Lokalmatador war Times Like Sunday. Ihre Interpretationen von Rock passten gut ins Konzept. Das zahlreich erschienene Publikum war auf dem Geheimtipp Jenix gespannt. über die Zusammenarbeit mit dem Radiosender 99Drei aus Mittweida war der MJV auf die Band aufmerksam geworden. Dass Jenix im Raum Freiberg schon einen größeren Fankreis hat, zeigte sich in der ehemaligen Maschinenhalle. Frontfrau Jenny ist schon eine Klasse für sich. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dass große Labels auf die 4 sympathischen Musiker aus Zittau aufmerksam werden.


Mit interessanten eigenen Songs und tollen Covernummern beschloss Jamboree den Konzertabend und zeigt allen, dass die Rockmusik lebt und immer wieder neu interpretiert werden kann. Neben Sophie bestachen die drei Musiker Carsten, Peter und Henri mit exzellentem Können. Ca. 160 Gäste waren da und feierten eine ausgelassene Party. Leider hätten es 50 mehr sein müssen um kein Minus zu machen. Wir sind aber stolz darauf, dass es in Nossen wieder eine ansprechende und gut nutzbare Konzertstätte gibt.

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von Robert Pfeifer

Bericht über Fahrt nach Breda

Die Band Bloody Mary, Mirko von Textplosiv und Vorstandsmitglied Roland nahmen an der Fahrt teil. Anlass war die Einweihung des Jugendzentrums Pop- Corner im Stadion des Erstligisten NAC Breda. Die Stiftung Vertizontaal und die Stadt Breda unterhalten im Stadion des Erstligisten diese und zwei weitere Jugendeinrichtungen. Im Pop Corner wird hauptsächlich Musik angeboten und gemacht, beim Teamplayer werden nicht vermittelbare Jugendliche für den Cateringbereich des Stadions ausgebildet und im dritten Jugendbereich wird ein Fanprojekt verwirklicht. Für die 4 Räume des Pop Corners macht Vertizontaal im Jahr 5000,00 EUR locker, damit Miete und Nebenkosten bezahlt werden können. Die Bands bezahlen pro Woche ca 20,00 EUR, das schließt die Nutzung der Proberäume und Instrumente für jeweils zwei Proben je 2-3 Stunden ein.

Im nächsten Jahr kann man auch das Studio optimal nutzten. Zurzeit ist die Aufnahmetechnik nur für Demoaufnahmen geeignet. Im Pop Corner üben in der Woche 5 bis 7 Bands. Sie erhalten durch Teamer und erfahrene Musiker entsprechende Anleitung. Dazu kommen noch die Trommelgruppen der Jugendlichen aus Indonesien und Surinam. In einem Aufenthaltsraum mit Sesselecken und Cateringbereich treffen sich die Musiker und Jugendlichen. Bei großen sportlichen Ereignissen können die Räume durch den Fußballclub mit genutzt werden. Eine interessante Idee für Jugendarbeit. Die großen Parkflächen am Stadion nutzen sehr intensiv die Scater und Mofafahrer. Hier stören sie niemand und sie können ihrem Hobby frönen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie kreativ Niederländer bei der Bewältigung der gesellschaftlichen Probleme sind. Meistens reduziert man die Niederlande auf den freien Verkauf von weichen Drogen. Dass da viel mehr zu lernen ist, sollte man nicht glauben.

Das Trinken von Bier auf der Straße ist generell verboten und wird mit 40,00 EUR Ordnungsgeld bestraft. Man sieht dort keinen Schüler, der nach getaner Arbeit, mit alkoholischen Getränken durch die Stadt zieht, wie so oft bei uns hier beobachtet. Bei einem großen Festival im Stadtpark der südniederländischen Stadt konnten wir uns auch von der musikalischen Toleranz der zahlreichen Fans überzeugen. Auf 4 Bühnen wurden die verschiedensten Musikrichtungen geboten. Die Zuhörer verkrafteten den schweren Schnitt zwischen hartem Techno und der anschließenden Grungerockband. Alle Altersklassen waren vertreten. Anschließend spielten die DJs und Bands in der Innenstadt weiter. In einem der reichlich 25 Clubs, Cafes und Diskos spielte dann auch unsere Band Bloody Mary. Im Pub De First spielte die junge Band vor voller Hütte. Kaum zu glauben bei dem großen Angebot von Musikkultur. Die Band überzeugte mit ihren Coversongs aus dem Hardrock. Manchmal wünschte man sich die musikalische Toleranz und Lockerheit in unseren Clubs. Für die Hin und Rückfahrt nutzen wir erstmals die neue Autobahn A 38. Eine kleine Erleichterung bei der langen Strecke.

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von Robert Pfeifer

Kunstcamp im Kloster Altzella bei Nossen

Der Verein Kunst in Nossen (Kuno) organisierte zum 2. Mal das Kunstcamp im Kloster. 23 Kinder und Jugendliche meldeten sich dafür an. Sie waren im Fröhnerhaus untergebracht. Der Mittelsächsische Jugendverein Rüsseina e.V. war Partner des Nossner Vereins und kümmerte sich hauptsächlich um die Teilnehmer vor und nach den künstlerischen Workshops. Diese fanden in der Regel immer von 9.00Uhr – 12.00 Uhr und 14.00 Uhr – 16.00 Uhr statt. Die Mädchen und Jungen malten und bastelten begeistert. Die Teamer Michaela und Susann brachten ihnen altersgerecht verschiedene Techniken bei. Am Ende wurden die Werke in der Böttcherei ausgestellt.

Julia, Claudia und Mirko betreuten dann die Akteure beim Ballspiel, der Nachtwanderung, beim Baden und bei den Wanderungen in die nähere Umgebung. Gemeinsam wurde mit Julia und Roland musiziert. Auf das Fernsehen wurde auch nicht ganz verzichtet. Es gab dreimal Kino. Die Kuno Vereinsmitglieder gesellten sich abends beim Lagerfeuer dazu. Es war eine gelungene Woche im Kloster und einige Teilnehmer würden auch wieder im nächsten Jahr dabei sein. Vielen Dank den Organisatoren und Helfern sowie Sponsoren und Fördermittelstellen.

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von Robert Pfeifer

New Year, New Chance

Im Dresdner Bärenzwinger versuchten am 1. Juni sechs Bands ihre Chance zu nutzen. Der New Chance Bandwettbewerb der Beatzentrale findet auch in diesem Jahr wieder statt. Die Idee ist, Nachwuchsbands aus ganz Sachsen die Möglichkeit zu geben, ihr Können zu zeigen und sich auf überregionalen Bühnen zu präsentieren. Beim letzten Lokalvorauscheid im Bärenzwinger Dresden war das Wort „überregional“ durchaus angebracht. Mit 2Minuten30 (Döbeln) und Dr. Böhm Quintett (Marbach/Nossen) waren gleich zwei Bands aus dem mittelsächsischen Raum vertreten. Dazu gesellten sich Acid Storm aus Großenhain, sowie die Dresdner Bands Seelenquell, d-vote und Waiting in Vain. Den Beginn machte freiwillig Acid Storm, denn die vier Jungs wollten an dem Abend noch einen weiteren Auftritt bestreiten. Nach ihrem Rock-Metal-Punk folgte die Combo d-vote, die ihre Metal- oder auch Hardcoremusik mit gesampelten Dancemelodien verband.


Heraus kam Dancemetal. Damit setzten sie ein erstes Ausrufezeichen unter den Wettbewerb, der in der Regel von konventionellen Rockbands regiert wird. Dass dieser Ausscheid wirklich etwas anders als gewohnt war, unterstrichen Waiting in Vain um ihr Gesangsduo. Sie verzichteten auf ein Schlagzeug und nutzen stattdessen ein E-Drum als Beatmaschine für ihre Gothic-Elektro Musik. Mit dem Dr. Böhm Quintett war wieder eine klassische vier-Mann-Rockband auf der Bühne, um den Zuschauern Psychedlic-Hardrock und viel Energie entgegenzuschleudern. Bei Seelenquell hörte man zwar das Schlagzeug, man sah es aber nicht, denn die zwei-Mann–eine-Frau-Kapelle hatte ihr Schlagzeug im CD-Format mitgebracht, was sich in dem relativ kleinen Raum durchaus als Vorteil erwies. Auch sie könnte man wohl als Gothic-Metal beschreiben.

Wie die anderen Bands hatten auch 2Minuten30 25 Minuten Zeit, um mit ihrer Musik Zuschauer und Jury gleichermaßen zu überzeugen. Dies gelang mit ihrer Rock’n’Roll-Country-Deutschrock-Musik offensichtlich ganz gut, aber wer nun ins Regionalfinale in die Dresdner Scheune einzieht, wurde erst bekannt, nachdem Cheforganisator Steffen Peschel nach bangen Minuten verkündete: „Alle Bands haben heute Abend eine sehr gute Leistung gebracht. Das Ergebnis ist sehr, sehr knapp, aber die Gewinner des heutigen Abends sind: 2Minuten30.“ Die sichtbar glücklichen Sieger ließen Dr. Böhm Quintett wirklich nur hauchdünn hinter sich.Damit siegt nicht nur die Kapelle um Frontmann Thomas Arnhold, sondern auch die Musik aus Mittelsachsen mit zwei potentialreichen Hoffnungsträgern aus der Region.

Wer gern mehr Infos und Kontaktdaten zu Bands oder dem Verein beatzentrale e.V. hätte, sollte www.beatzentrale.de in die Adressleiste seines Browsers eingeben.

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von Robert Pfeifer

Gute Musik – zahlreiche Gäste – ausgelassene Stimmung

Ein Rückblick auf das 5. Internationale Blues & Rock Festival - Nach drei anstrengenden und schönen Tagen kann der Mittelsächsische Jugendverein eine positive Bilanz zum Festival ziehen. 1800 Besucher konnten wir insgesamt an den Veranstaltungstagen zählen. Damit bestätigten sich die langwierigen und aufwendigen Vorbereitungen, die seit letztem Jahr liefen. Um ein so umfangreiches und vor allem internationales Programm anbieten zu können, braucht es einen frühen Planungsbeginn. Die vielen Helfer sehen nun den Erfolg und können stolz auf ihre Arbeit zurückblicken. Das Wetter meinte es ebenfalls gut mit uns. Auch wenn gegen Abend hin die Temperaturen ganz schön in den Keller rutschten, so schien doch über alle drei Tage hinweg die Sonne und bescherte den Besuchern ein herrliches Festivalerlebnis.

Am Mittwoch hieß es Eintritt frei, und das ließen sich gut 250 Gäste nicht zweimal sagen. Auf der Bühne sorgten Michael, Claudia und die Niederländer Victor, Angelo und danach Kees Schipper und Ad Landa mit ihrer Unplugged-Musik für den richtigen Einstieg. Danach folgte ein Dokumentarfilm über den Blues, bei dem auch bekannte Musiker wie Lou Reed oder Nick Cave zu sehen waren. Erstaunlicherweise kam der Film bei vielen Gästen trotz der kalten Temperaturen im Zelt gut an. Sicher ist dem ein oder anderen erst hier der historische Kontext der Blues-Musik klar geworden. Gegen Mitternacht setzte ein starker Regen ein, der bei so manchem auf die Stimmung drückte. Aber pünktlich vor Beginn des Festivals am Donnerstag hörte es dann auch wieder auf.

Bereits ab zehn Uhr kamen die ersten Gäste. Jeff Jirout aus den Südstaaten trat als erster vor einem überschaubaren Publikum an, doch ein kontinuierlicher Zustrom von neuen Gästen, darunter sehr viele Familien, ließ die Menge langsam aber stetig anwachsen.

Roth war der Moderator des Festivals. Er kannte sich mit allen Bands gut aus und sorgte für einen reibungslosen Ablauf auf und hinter der Bühne. So erfuhren auch viele Gäste, die zufällig auf ihrer Himmelfahrts-Tour in Altzella Halt machten, wer gerade auftrat und welches Land gerade vertreten wurde. 13:00 Uhr war das erstmal wieder Deutschland mit einer Gruppe, die international von sich reden machte und sogar als beste Bluegrass Band der Welt gehandelt wird: die „Fox Tower Bluegrass Band“ aus Jena. Ihre lockere und folk-lastige Musik bewegte so die ersten Leute zum Tanzen. Danach ging es international weiter mit den Franzosen U-Turn um die Sängerin Stephanie Guimard und natürlich Kees Schipper, der ja schon irgendwie nicht mehr vom Festival wegzudenken ist.

Stan The Man begann 17:00 Uhr mit seinem soliden und eindrucksvollen Chicago-Blues. Er allein an der Gitarre und sein Partner am Kontrabass, eine einfache aber wirkungsvolle Besetzung, die zeigte, dass in Zeiten überproduzierter Popmusik im Radio und Vollplayback-Auftritten im TV der Wert richtig guter handgemachter Live-Musik in Vergessenheit geraten ist. Stan begann nach der Ansage wie auf Knopfdruck zu spielen, so als würde er nur für die Musik leben und auf der Bühne zuhause sein. Nach einer Stunde Musik vom Feinsten zollten die Zuhörer endlosen Beifall und forderten Stan auf die Bühne zurück. Er kam und spielte weiter, als ob er nie von der Bühne gegangen wäre.

Mit dem zweiten Auftritt des Niederländers Kees Schipper & Bemanning wurden die Töne zunehmend kompakter. Auch die Tanzfläche war jetzt ununterbrochen gefüllt. Schnelle BluesRock-Nummern mit eindrucksvollen Solis wechselten mit einfühlsamen Balladen wie Eric Burdon’s „Don't let me be Misunderstood“.

Im Anschluss rockten U-Turn mit Hits aus den Achtzigern und Neunzigern ordentlich weiter. Stephanie zeigte wie eine Frontfrau zu agieren hat. Den treibenden Riffs ihrer Kollegen verschaffte sie den richtigen Kick. Genau das Richtige nach den gestandenen Bluesgrößen. Die Chemnitzer Band Dolly’s Meat zeigte eine sehr moderne Form des Rhythm & Blues. Die jungen Musiker interpretierten dieses Genre auf ihre Art sehr experimentierfreudig. Es wurde mehr als ein Achtungserfolg. Mit der Bandauswahl bleibt der MJV seiner Linie treu, neben gestandenen Musikern auch jungen Bands ein Podium zu geben. Das Publikum honorierte dieses Streben.

Zum Großteil waren wieder viele Familien zu Gast. Ohne sie wären die Rock- und Bluestage wohl auch nicht, was sie sind: fröhlich und von den unterschiedlichsten Gästen besucht. Den Kindern wurden dieses Jahr mehr denn je angeboten. In diesem Zusammenhang möchten wir uns für die tolle Arbeit des Offenen Hauses um Antje Wagenzink und Danilo Hutt bedanken, die die Hüpfburg betreuten und vielerlei Spiele mit im Gepäck hatten. Ebenso geht großer Dank an die Beatzentrale um Steffen Peschel, die mit ihrem gemütlichen Teezelt und ebenso mit vielen Angeboten für die Kinder angereist waren. Das Ponyreiten des Reiterhofs Großschirma komplettierte das umfangreiche Angebot für die Kleinsten. So konnten die Eltern in aller Ruhe der Musik lauschen, während ihre Kinder in guten Händen waren.

Zum Schluss brachte am Donnerstag die Chemnitzer Band Meniak eine ordentliche Portion tanzbaren Ska mit ins Spiel, bei dem man die kalten Temperaturen wieder wegtanzen konnte. Zu verdanken ist dies auch unseren Techniker Andre und Friedemann, der Lichtcrew mit Sven, Ronny und Peter.

Der Freitag lief mit sechs Bands und ca. 400 Gästen relativ entspannt für die Veranstalter ab. Da blieb auch schon mal die Zeit, sich für eine Stunde auf der Wiese zu sonnen. Die Helfer vor Ort kannten ihre Aufgaben und alles lief wie am Schnürchen. Die Bands nahmen diese entspannte Atmosphäre auf und gaben auf der Bühne ihr Bestes. Dabei überraschte die Harthaer Schülerband „Bloody Mary“ alle mit Covertiteln von Metallica und Black Sabbath, während Lord Green die Musik von Barry White nach Altzella brachte. Brit Pop und New Metal brachten die niederländischen Bands Communication Breakdown und Rayzor zu Gehör.
Den Abschluss des Tages machten Killjoy aus Italien und bereicherten das Festival mit einer deftigen Portion PowerPunkRock.

Einige auswärtige Gäste zollten den Jugendlichen für die Organisation des Festivals ein großes Lob. Für so wenig Geld so viel gute Bands, dies war für sie erstaunlich. Die Betreuung der Bands erfolgte lobenswert durch Benni, Lutz, Beate, Mirko und Falk. Neben ihnen gab es noch viele Helfer in den verschiedenen Bereichen, die zum Gelingen beitrugen. Ohne sie ist so ein großes Projekt nicht zu stemmen. Als Kassenchefin hatte Jacqueline immer den überblick. Das Dr. Böhm Quintett, Holger,
Eric, Christian und Erik sorgten auf dem Parkplatz und im Gelände für Ordnung. Franziska richtete noch kurzfristig einen Cafestand ein, so dass der Appetit nach Süßem gestillt werden konnte.

Gleichzeitig weilten 21 niederländische Jugendliche bei uns. Anlässlich der 15jährigen Zusammenarbeit mit der niederländischen Stiftung Vertizontaal hatten wir für drei Jugendbands noch einige andere Auftrittstermine organisiert. Wir danken dafür besonders der Döbelner Band Rolling Hedgehog und dem Jugendhaus Naundorf für ihre Hilfe. Im Studentenwohnheim Rosswein kümmerten sich Kristin, Toni, Christin und Claudia um die Gäste.


Und wenn ihr die Fotos vom Festival in trüben Novembertagen anschauen könnt, so ist das Kristin Flade und Christian Uhlmann zu verdanken. Wir freuen uns, dass auch in Zukunft wieder Rock- und Bluestage in Altzella stattfinden werden. Mit der Klosterverwaltung wird demnächst die Veranstaltung ausgewertet und die Grobplanung für 2008 angestrebt. Eins ist aber hängengeblieben: Viele Verantwortliche waren überrascht, dass es so viele Musikinteressierte in unserer Region gibt und es sich immer lohnt Live-Musik anzubieten.

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von Robert Pfeifer

Überraschend gut besucht

Am Ostersonnabend gab es im JH ein Konzert für Bands aus der Region. Unter dem Rockladen 5 Motto werden in diesem Jahr die Konzerte laufen. Von der aktuellen CD Produktion war die Band Milchbar mit dabei, die nach der Einstiegsband Nevertrust die Bühne betrat. Nevertrust begann mit einer kräftigen Portion düsterem Metal und brachte erst einmal die 100 erschienenen Gäste vor die Bühne. Bei Milchbar wurde dann eine komplett andere Stilrichtung geboten. Balladen wechselten sich mit ordentlichen treibenden Rock ab. Dazwischen gab es bekannte Cover-Titel. Die Jungs um Sängerin Susi beherrschen ihr Handwerk. Susi könnte allerings eine Spur härter singen, denn eine starke Stimme hat sie. Bei den Gästen kam das größtenteils zu poppig rüber. Wir sind gespannt wie die Band sich weiterentwickelt.

Scroundels kommen aus Hainichen, und bis jetzt hat noch kaum einer von uns was von denen gehört. Wie sie auf der Bühne loslegten, überzeugte uns alle, es wurde ordentlich gerockt und getanzt. Allerdings sollte man bei dem schnellen Spiel den Liedern nicht die Dynamik nehmen, deshalb schien es oft als würden die Songs einfach nur runtergespielt. Die Band sollte mehr Wert auf den Song als Ganzes nehmen. Trotzdem haben wir eine neue hoffnungsvolle Band entdeckt und werden sicher noch den ein oder anderen Gig mit ihnen machen.

Was man erreichen kann, wenn man Leidenschaft mit Zielstrebigkeit und musikalischem Können paart, zeigte Total Konfus. Als letzte Band hatten sie allen zeitlichen Freiraum und nutzten ihn. Ihnen merkt man nun schon mehrere Jahre Bühnenpräsenz an. Konsequent wurde ein Soundteppich aufgebaut, der dann auch bis zum Schluss Bestand hatte. Der treibende Bass und der konsequent agierende Drummer bildeten die Grundlage für die gute Gitarrenarbeit von Leo. Hier wird versucht, die vielfältigen Möglichkeiten der E Gitarre für den Punkrock zu erschließen. Alles wurde eingebettet in eine dynamische Spielweise, die den vorhergehenden Bands leider noch fehlte. Wohltuend auch die Textverständlichkeit von Frontmann und Mitspielern.

Die angereiste Fans empfanden diesen Auftritt als einen der besten in der letzten Zeit. Total Konfus setzt auf das Publikum, überfordert es aber nicht mit ständigen Mitmachaktionen. 100 Gäste hatten einen netten Livemusikabend und viele andere haben Musik zum Anfassen und einen tollen Headliner verpasst. Der größte Dank geht allerdings an Patrick Teich für die Konzertorganisation - weiter so

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von Robert Pfeifer

Versteckte Botschaften?

In wenigen Tagen ist es soweit. Die Rockladen 5 erscheint. Spekulationen gehören der Vergangenheit an. Das Geheimnis wird gelüftet - glaubt ihr? Dann wartet ab, kauft sie euch, haltet sie in euren Händen - und dann? Betrachtet sie, und fragt euch, ob da nicht im Hintergrund ein Spruch zu sehen ist? Glaubt ihr, dass Jugendmusikarbeit schnell zu einem Ergebnis führt, dass jede Band auf der CD bald in den Top-Ten steht? Der Weg ist das Ziel! Dieser Spruch ist so ausgelatscht wie zutreffend. Ihr spielt in einer Band? Dann macht ihr euch Gedanken über Texte, über euer Leben, ihr trainiert euer Arbeiten im Team, eure Kommunikation, eure sozialen Umgangsformen. Ihr lernt ein Instrument und schult dadurch unbewusst euer Gedächtnis. Euch nervt, dass nix dabei rauskommt? Kein Gig, keine Top-Ten? Macht euch nichts draus, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was ihr unbewusst durch die Musik für euer Leben lernt, bleibt dabei - macht weiter!

Rockladen 5 ist jetzt angesagt! Sicherlich sind diesmal auch weichere Töne zu hören, denn anfangs war eine reine unplugged CD geplant. Die Zeit ist schnelllebig und dieses Vorhaben wurde nicht realisiert. Geblieben sind die Musiker, für die Livemusik weit mehr ist als Effekthascherei und schnelle Popularität in der Schule, dem Freundeskreis oder der Heimatstadt. Und geblieben ist eine CD deren Zusammenstellung uns überzeugt hat, und über die sicher noch in Jahren geredet wird. In Zeiten einer medial wahnsinnig schnell wachsenden Gesellschaft mit immer neuen so genannten Social-Networks wie Myspace oder neuerdings studiVZ und dem immer schnelleren Konsum von Kulturgütern, so auch der Musik, wird oft vergessen, wie wichtig kontinuierliche Jugendarbeit und deren Nachhaltigkeit ist. Eine CD, wie die Rockladen, wird in großer Stückzahl professionell gefertigt und hebt sich deutlich von einer selbst gebrannten CD mit kopierten Booklet ab. Einigen beteiligten Musikern ist dies erst bei der Produktion ihrer Stücke und der Anfertigung ihrer Bandinfos aufgefallen. Erstmals musste dies richtig überdacht werden, da eventuelle Fehler über Jahre hinweg im Booklet der CD präsent wären.

Fünf Rockladen-CD’s gibt’s nun schon, dazu etliche Soloprojekte. Denkbar war dies durch Mithilfe von engagierten Vereinsmitgliedern, Sponsoren und öffentlichen Trägern. Die Sparkasse Döbeln, der Kulturraum Mittelsachsen, die Stadt Döbeln und das Radio 99drei aus Mittweida stehen den Projekten immer offen gegenüber. Es sind nicht nur die finanziellen Mittel die unabdingbar sind, es sind auch die positiven Signale, die man als Feedback für die Arbeit bekommt.

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von Robert Pfeifer

Textplosiv gewinnt in Oschatz!

Und was denkst Du?! - War es dieser neue Titel oder die gute Bühnenpräsenz der Band textplosiv - Nach 15 Monaten Livemusikpause meldeten sich die Döbelner Jungs beim Publikum zurück. Und dies gleich mit einem ersten Platz beim Bandcontest des Open Air Spektakels Summer Summit in Oschatz. Acht Bands nahmen am Wettbewerb teil. Und sie kamen aus ganz Sachsen und Berlin. Tiebreak sind in Dresden eine feste Größe, Still Born beeindruckte durch kompakte Gitarrenarbeit und Scuttles haben als Dire Straits Cover Band einen vollen Terminkalender. Die Herren MG, Bürgi, Alexey, Clemens, Matze und Sergej ließen sich dadurch nicht beeindrucken und zeigten, dass das einwöchige Bandcoaching in Celle vor Jahren nicht umsonst war.


Neben bekannten Songs ließen sie schon neues Material in ihre 30 min Show einfließen. Dabei der Titel – Was denkst du? – wo Bürgi Lebensansichten über Politik, dem Zusammenleben der Menschen und Spitzfindigkeiten im besten Hip Hop Style zu Besten gibt und MG mit dem Publikum arbeitet, wobei er skandierend die Frage immer wieder in den Raum stellt.Untermalt wird dies durch einen melancholischen Gitarrenriff, den Alexey in den Titel fließen lässt.

Die Arbeit mit dem Publikum ist der Band wichtig. Der Crossoverstil der Band bietet hier auch alle Möglichkeiten. Trotz der hohen Temperaturen bewegte man die 200 Gäste im großen Arial. Dies war sicherlich der ausschlaggebende Faktor für das Voting. Nun ist es an den Clubs, Veranstaltern und Fans textplosiv wieder Livemöglichkeiten zu bieten. Man wird es nicht bereuen.

Die Band hat auch seit kurzer Zeit eine neu gestaltete Webseite: www.textplosiv.de

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von Robert Pfeifer

Wenig los? Ansichtssache!

Letzten Samstag organisierten wir einen Workshop und am Anschluss ein Konzert mit The Flying Windmill, Puppeteers und Portrait of Tracy. Der Technik-Workshop verlief gut, die Vorbereitungen für die Veranstaltungen am Wochenende (der MJV e.V. unterstützte auch das Gymnasium Döbeln beim Abiball) ebenfalls. Zudem waren im Vorfeld ca. 3000 Flyer verteilt und ca. 150 Plakate aufgehangen wurden. Die Presse unterstützte uns ebenso mit einigen Veröffentlichungen zu den Projekten. Wie es letztlich gekommen ist wissen zumindest die am Samstag anwesenden, und das waren leider nicht gerade viel. Trotzdem haben alle anderen ne richtig gute Party verpasst. 3 hochkarätige Bands die uns am Abend mit Spielfreude, Professionalität und Qualität überzeugten, ließen die gerade mal 80 Fans in eine ordentliche Feierlaune kommen. Bei The Flying Windmill schlossen sich sogar alle einer ausgedehnten Polonaise an.

Als Portrait of Tracy als letzte Band ungewohnterweise mit Zugaben ihr Set beendete und Helge Schneiders Käsebrot nochmal das letzte aus allen heraus holen wollte war mit einmal der ganze Raum dunkel und keine Musik mehr zu hören, das war dann wohl zu viel. Ein paar Minuten später war dann auch die Ursache gefunden. Auf der Fabrikstrasse Nossen brannte ein Stromverteiler der ESAG und legte einen ganzen Strassenzug lahm, uns inbegriffen. Pech für uns da nun der gesamte Abbau im Dunkeln erfolgen musste aber auch Glück das das genau 5 Minuten nach Portrait of Tracy passierte.


Für uns bleibt die Erfahrung, dass eine große Werbemaschinerie allein nicht hilft. Manchmal sind es einfach unglückliche Umstände obwohl wir bis heut nicht so recht wissen wo viele Jugendliche am Samstagabend geblieben sind. Das es Nossen nicht leicht hat, als Veranstaltungsstätte für Rockbands, wissen wir. Andererseits gibt es im ökozentrum endlich eine richtig gute Location, was uns auch von den Bands bescheinigt wird. Wir werden weiterhin für solche Events unsere Freizeit opfern um so dem kulturellen Verfall der Provinz entgegenzusteuern. Das der Raum Meissen-Nossen-Döbeln so viele gute Bands hervorbringt, ist bemerkenswert. Nun fehlen nur noch die Fans, die das zu würdigen wissen und zahlreich zu den Konzerten kommen.

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von Robert Pfeifer

Jugendbegegnung in Breda 2007

2007 jährte sich die Zusammenarbeit mit der Stiftung Vertizontaal zum 15. Mal. Deshalb kam es zu drei Begegnungen, einmal in Rosswein und Altzella und zweimal in Breda. Insgesamt nahmen mehr als 40 Musiker und Jugendliche daran teil. Bei diesem 15jährigen Jubiläum spielten in Sachsen und Breda die niederländischen Bands TBS, Rayzor, Communication Breakdown, Angelo und Viktor, Kess Schipper & Ad Landa sowie die deutschen Bands Bloody Mary, Worthy Fairy, Rolling Hedgehog, Times Like Sunday, die Workshopband Caveman, Mamillaria, MG von Textplosiv, Christin Frost und Musiker der Band Jamboree.

Vielfach spielten die Musiker gemeinsam. In Breda unterstützte Oskar am Bass Times Like Sunday. Am letzten Wochenende wurde gemeinsam im neuen Musikclub Pop Corner in Breda geprobt, gefachsimpelt und Pläne für die Zukunft geschmiedet. Christin Frost aus Hartha wagte sich mit den Profis Ad und Kees auf die Bühne. Kein leichtes Unterfangen, da unterschiedliche Interpretationsvorstellungen im Raum standen.

Aus Spaß am Musizieren fanden sich Christoph Heimann, Ralf Kremer, Christian Frenzel und Toni Willgart zu Caveman zusammen. Bei den Clubveranstaltungen kamen sie mit den Coversongs sehr gut an. Toni Willgart trommelte noch bei der Jugendband Worthy Fairy mit, da die Drummerin im Urlaub weilte. Eigentlich waren die Mädchen aus Hartha nur zu Workshops und zum Kennenlernen der Niederlande mitgefahren. Sie hinterließen aber einen soliden Eindruck und den Auftritten auf den Clubbühnen stand nichts im Wege. Im Pub Catch-22 und im Jazzclub "Het Hijgend Hert" hinterließen sie mehr als einen Achtungserfolg. In beiden Clubs gibt es ein vielfältiges Angebot an Musikrichtungen und Bands aus Westeuropa, den USA und den Niederlanden. Erstaunlich ist immer wieder die Toleranz der Musikfans. Da wurde jede Band unterstützt und bei Caveman und Worthy Fairy kräftig mitgesungen.

Dort fanden sich am Sonnabend auch viele ehemalige Teilnehmer von Jugendbegegnungen ein. Schön war das Wiedersehen mit Edwin, Armand, Eric Wels u.a. Untergebracht waren die Jugendlichen bei Musikfan Jan, Victor und Oskar, da man aus finanziellen Gründen auf die teuren Jugendherbergen oder Motels verzichtete. Dadurch waren die Fahrten für die teilnehmenden Jugendlichen erschwinglich. Dank auch der Gemeinde Ketzerbachtal aus dem Kreis Meißen, die den Gemeindebus für die Fahrt zur Verfügung stellte.

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von Robert Pfeifer

Tim O'Shea und Tim Browne beeindruckten Zuhörer

Für zwei Konzerte hatte der MJV die beiden irischen Musiker zu Gast. Tim O Shea war das 3. Mal in Mittelsachsen, Tim Browne das erste Mal. Beide sind Könner ihres Fachs. Ihr Irish Folk kommt nicht brachial daher und ist nicht unbedingt der reine Pubstil. Sie verknüpfen traditionelle Elemente mit modernen Songwritertum. Die Vielfalt ihres Landes ist auch bei den melancholischen Songs zu spüren. Tim unterstützt auch die Jugendliche des MJV, indem er jungen Künstlern als Vorband ein Podium bietet. Nicht jeder Profi lässt das zu. Im Pub Prinz Albert Inn in Döbeln war Songwriter S.C.Roth von der Band Julia Montez im Vorprogramm zu hören.
Neben eigenen Titeln, die leicht und locker von der Hand gingen, bot er auch Rockstandards. In drei Sets wurden anschließen die 30 Zuhörer super unterhalten. Dazu gab es typische irische Getränke und Speisen.
In der Barth – Mühle Garsebach bei Meißen erwartete die Zuhörer eine tolle Akustik,MJV Mitglieder hatten die Scheune konzertgerecht hergerichtet und freuten sich, dass trotz des hohen Eintrittspreises wieder 30 Zuhörer den Weg ins Triebischtal fanden. Christin Frost aus Waldheim begann mit ihrer Begleitgruppe (Felix Werner – Piano, Roland Taffel – Gitarre) den musikalischen Abend. Songs von Melanie wechselten mit modernen anspruchsvollen Stücken. Sie begeisterte mit ihrer ausdrucksstarken Stimme das Publikum. Auch die irischen Musiker zollten ihr große Anerkennung und luden sie spontan zu ihrem Konzert nach Chemnitz ein, wo sie einige Songs mit ihr vorbereiten wollen.
Die angenehme Atomsphäre in der Scheune der Mühle inspirierte die irischen Freunde zu Bestleistungen. Das Publikum dankte es mit viel Applaus und zeigte, dass deutsche Zuhörer auch mitmachen können. Die beiden Konzerte deckten mit ihren Einnahmen leider nicht die Kosten, der MJV ist trotzdem Stolz darauf, dass er seinem treuen Publikum in zwei tollen Clubs diese herausragenden irischen Künstler präsentieren konnte.
Und das nächste Mal wird das Haus voll sein, so sind sich Gäste und Vereinsmitglieder sicher. Vorstand MJVFür zwei Konzerte hatte der MJV die beiden irischen Musiker zu Gast. Tim O Shea war das 3. Mal in Mittelsachsen, Tim Browne das erste Mal. Beide sind Könner ihres Fachs. Ihr Irish Folk kommt nicht brachial daher und ist nicht unbedingt der reine Pubstil. Sie verknüpfen traditionelle Elemente mit modernen Songwritertum. Die Vielfalt ihres Landes ist auch bei den melancholischen Songs zu spüren. Tim unterstützt auch die Jugendliche des MJV, indem er jungen Künstlern als Vorband ein Podium bietet. Nicht jeder Profi lässt das zu. Im Pub Prinz Albert Inn in Döbeln war Songwriter S.C.Roth von der Band Julia Montez im Vorprogramm zu hören.
Neben eigenen Titeln, die leicht und locker von der Hand gingen, bot er auch Rockstandards. In drei Sets wurden anschließen die 30 Zuhörer super unterhalten. Dazu gab es typische irische Getränke und Speisen.
In der Barth – Mühle Garsebach bei Meißen erwartete die Zuhörer eine tolle Akustik, MJV Mitglieder hatten die Scheune konzertgerecht hergerichtet und freuten sich, dass trotz des hohen Eintrittspreises wieder 30 Zuhörer den Weg ins Triebischtal fanden. Christin Frost aus Waldheim begann mit ihrer Begleitgruppe (Felix Werner – Piano, Roland Taffel – Gitarre) den musikalischen Abend. Songs von Melanie wechselten mit modernen anspruchsvollen Stücken. Sie begeisterte mit ihrer ausdrucksstarken Stimme das pict1680Publikum. Auch die irischen Musiker zollten ihr große Anerkennung und luden sie spontan zu ihrem Konzert nach Chemnitz ein, wo sie einige Songs mit ihr vorbereiten wollen.
Die angenehme Atomsphäre in der Scheune der Mühle inspirierte die irischen Freunde zu Bestleistungen. Das Publikum dankte es mit viel Applaus und zeigte, dass deutsche Zuhörer auch mitmachen können. Die beiden Konzerte deckten mit ihren Einnahmen leider nicht die Kosten, der MJV ist trotzdem Stolz darauf, dass er seinem treuen Publikum in zwei tollen Clubs diese herausragenden irischen Künstler präsentieren konnte.
Und das nächste Mal wird das Haus voll sein, so sind sich Gäste und Vereinsmitglieder sicher. Vorstand MJV

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von Robert Pfeifer

Musikworkshop im Februar

Wie immer in den Februarferien hatte der MJV traditionell einen Workshop für Anfänger in Sachen Pop- und Rockmusik organisiert. Diesmal waren die Partner OH Lommatzsch und der RIPL e.V. mit dabei. Geprobt wurde im HO Lommatzsch und in der alten Schule Rüsseina. Im Jugendhaus Rosswein nahmen Schülerbands einige Covertitel auf.Insgesamt beteiligten sich 30 Jugendliche und Teamer aus zwei Kreisen und drei Kommunen an den Angeboten.In den Medien wird den Zuschauern oft suggeriert, dass man ganz schnell ein Instrument erlernen kann und bei diversen Ausscheiden mitmachen kann. So leicht ist es natürlich nicht. In den 5 Tagen erlebten die Teilnehmerinnen den Spaß an der Musik, aber auch die Anstrengungen, die damit verbunden sind. Nach vielen Anläufen saßen endlich die Titel bei den Schülerbands Bloody Mary und Worthy Fairy aus Hartha. Solo war Marika aktiv.

In Rüsseina und Lommatzsch erarbeiteten die jungen Musiker aus Lommatzsch, Ketzerbachtal und Hartha erstmals mehrere Titel unter Bandgesichtspunkten, die da heißen Textsicherheit, Zusammenspiel der Instrumente, kleine Arrangements, Dynamik im Spiel, Fehlerminimierung und vieles mehr. Und sie machten es mit Fleiß und Elan.

Die jugendlichen Teamer Friedemann, Patrick, Matthias und Michael hatten viel Geduld mit den Teilnehmern und gaben wichtige Tipps für die Probenarbeit. Für ein tolles Umfeld sorgten Antje, Kristin und Claudia. Auch wenn nicht jeder der Teilnehmer einmal regelmäßig in einer Band spielen wird, so kann man die Leistungen der Livemusik besser einschätzen, kann in der Schule oder im Freundeskreis neue Songs vorstellen und andere wieder begleiten. Weitere Workshops wird es im Frühjahr in Glashütte und in den Herbstferien im JH Rosswein geben.

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von Robert Pfeifer

Rockladen 5

Was 1998 mit dem ersten Bandwettbewerb im Kreis Döbeln an der damaligen Großbauchlitzer Mittelschule begann, wird neun Jahre später mit der 5. Scheibe des Samplers Rockladen fortgesetzt. Junge Musiker, Vereinsmitglieder und Schüler der Kreise Döbeln und Meißen arbeiten im Sinn der Rockmusikkultur und Livemusik zusammen. Die CD spiegelt das Rockmusikgeschehen von Bands aus der Region Mittelsachsen wieder. Sicherlich sind diesmal auch weichere Töne zu hören, denn anfangs waren mehrere unplugged Nummern geplant. Die Zeit ist schnelllebig und manches Vorhaben wurde nicht realisiert. Geblieben sind die Musiker, für die Livemusik weit mehr ist, als Effekthascherei und schnelle Popularität in der Schule, dem Freundeskreis oder der Heimatstadt.

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